Aber glauben möchte man es

Ein paar Dinge, von denen ich diese Woche kurzzeitig überzeugt war:

  • Es ist schlecht, jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit unter der Leiter des Vermieters durchzumüssen.
  • Es hilft, wenn man das Hemd vom Vorwochen-Sieg am Spieltag darauf wieder anzieht.
  • Es wird schiefgehen – weil die Kollegin, mit der man noch keine Niederlage gesehen hat, nicht zum Auswärtsspiel mitfährt.
  • Es ist der größte Schwachsinn, wenn Dich ein Freund vor der Abfahrt zum Leeressen des Tellers auffordert – aber selbstverständlich machst Du es, um Dir nach Abpfiff blöde Vorhaltungen zu ersparen.
  • Es könnte ein Fehler sein, die in Paderborn getragene Jacke anzuziehen. 

Bevor ich nächste Woche auf Hasenpfoten, schwarze Katzen oder jugendliche Modetorheiten zurückgreife, bitte ich um ernstgemeinte Hinweise, was gegen konsequentes Pressing, optimale Chancenverwertung oder ungeahnte Stürmercomebacks beim Gegner hilft. Vielleicht kann mich aber auch jemand mal ordentlich schütteln. 

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13 Gedanken zu “Aber glauben möchte man es

  1. Die Frage „Was hilft?“ ist natürlich schon der völlig falsche Denkansatz. Es kann nicht ein, dass ein Verein wie der SC Freiburg mit fragwürdigem Aktionismus seine nachhaltige Linie verlässt, nur um beim Publikum die Gier nach kurzfristigen Erlebnismöglichkeiten zu befriedigen. Das wäre nicht konzeptionell und würde in der Tat auch das Mannschaftsgefüge nachhaltig stören. Es gilt nun stattdessen erst einmal, unaufgeregt weiterzuarbeiten. Das ist so. Punkt.

  2. hehe, kolver, geiles anagramm. auch die sprüche kommen mir irgendwie bekannt vor. muss jetzt allerdings los, draußen läuft grade ein kaminkehrer vorbei, den ich anfassen muss…

  3. Prinzip Hoffnung und Aberglaube. Dreimal schwarzer Kater. Ich möchte verdammt sein, wenn da nicht reichlich schief läuft.
    Rudi, wird es nicht langsam wieder Thesenzeit? Am besten zwischen den Schmusestunden mit dem Kaminkehrer.

    Aber um auf deine Frage zurück zu kommen, Zitat:“…bitte ich um ernstgemeinte Hinweise, was gegen konsequentes Pressing, optimale Chancenverwertung oder ungeahnte Stürmercomebacks beim Gegner hilft.“

    Dagegen hilft all das, was beim mindestens seit Beginn der Saison 2007/2008 läuft.

    In dem Sinne, genussvolles Schmähen und Grüße an den Dienstmann 172.

  4. @Dienstmann 172: nur zur erklärung – das mit dem aberglauben läuft in der rubrik „selbstironie“ in der unterrubrik „fan-leidensfähigkeit“ und entspricht eben meiner anhänger-sozialisation. mit der mannschaft hat das erst mal nichts zu tun.

    @alle nicht-insider: „dienstmann 172“ – das musste ich selbst googeln – ist alois(ius) hingerl, der münchner im himmel, den es auch als pseudonym in verschiedenen SC-foren gibt. ich bin’s net, will mich aber nicht dauernd auf verschwörungsschmarrn eingehen und verweise auf einen kommentar der vorvergangenen woche, der weiterhin gilt:
    https://rudiraschke.wordpress.com/2008/02/13/the-golzfather/#comments

  5. Lieber Karl Napp oder lieber Dienstmann 172 oder wie ihr lieben weiteren Verschwörungstheoretiker auch gerade nennen mögt,

    super Transferleistung, sag ich mal. Herr Raschke hat in München gelebt, Alois Hingerl ist der Münchner im Himmel, also muß Herr Raschke mit Alois Hingerl identisch sein – ganz großes Damentennis!!!
    Nein, ich dementiere jetzt nicht, daß ich in Wahrheit nicht Rudi Raschke bin, da das Krankhafte bei Verschwörungstheorien halt nunmal ist, daß je öfters sie verneint werden, um so mehr verfestigen sie sich in den Hirnen (oder wie man das auch immer nennen möchte) der, der Verschwörungstheorie anheim Gefallenen.
    Ich empfehle auch hier nur das, das ich auch schon dem lieben Oberverschwörungstheoretiker Tom im Rischmüller Gästebuch empfohlen habe:

    Begebt euch in ärztliche Behandlung oder veröffentlich Eure kruden Wirrungen künftig da wo sie hingehören, bspw. unter http://www.weltverschwoerung.de.

    So das war´s mit der göttlichen Eingebung für Euch.

    Liebe Grüße,

    Alois Hingerl

  6. Hallo Herr Raschke,

    von „Leeressen des Tellers“ kann ja wohl eher nicht die Rede sein?
    War es nicht vielmehr so, daß letztlich Hoppel, auch wenn es des Hasens Bestimmung ist, mal wieder das Grünzeug vertilgen mußte?
    Also am Montag alles aufessen und somit auf den Freund hören und es klappt auch wieder mit den drei Punkten!!!

    Häschen hüpf!!!

  7. Rudi, Du mußt einen Socken falschrum anziehen. Damit kannst Du das Pech in Glück umwandeln. Viele Glück dabei!

  8. Hallo Herr Raschke,

    wie wär’s denn damit:
    Schafe zur Linken, das Glück wird Dir winken!

    oder eher philosophischer:
    Das Glück ist eine leichte Dirne
    und weil nicht gern am selben Ort;
    Sie streicht das Haar dir von der Stirne
    und küsst dich rasch und flattert fort.
    Frau Unglück hat im Gegenteile
    dich lieb fest ans Herz gedrückt;
    Sie sagt, sie habe keine Eile,
    setzt sich zu dir ans Bett und streckt.

    vielleicht helfen aber auch:
    Hufeisen in den Kickschuhen
    Vierblättrige Kleeblätterkränze statt Duravitkäppis
    Scherben im Anspielkreis
    Tote Katze nachts um Zwölf im Strafraum vergraben
    Der BILD-Pfennig

    Alles recht, nur von der vielgerühmten Hasenpfote möchte ich doch nicht ganz uneigennützig dringend abraten!

    @püppi
    Dient das mit dem falsch ‚rum angezogenen Socken nicht eher dazu, daß keine Hexen an einen gehen?!

  9. uah, schnarchweg, habe jetzt ein paar uninspirierte kommentare gelöscht und deshalb auch den bezug von hoppel darauf. wer seinen humorfreien langweilerkram loswerden will – dienstmann, du bist gemeint – soll beim sc-bz-blog vorbeischauen. der ist neben der ZaS die beste adresse für betreutes schreiben. grüßle und gutnacht.

  10. lösch ruhig die unliebsamen Kommentare,das kennen wir so von dir,immer nur austeilen,und das nicht mal besonders geistreich.Gruss vom playboy-bunny

  11. @rudolf:
    Dein beitrag ist so exemplarisch spaßfrei, pseudoklug und dabei wie so oft anonym – ich kann Dir beim besten willen nicht den gefallen machen, den zu löschen. you’re welcome!

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