Das schreiben die anderen (1)

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Gestern fand unsere Münchner Abschiedsparty statt, noch vor Weihnachten werde ich mitsamt der Familie in die Freiburger Heimat zurückkehren. Die Party stieg in jener wunderschönen Mietlocation in unserer Nachbarschaft, die lustigerweise den Namen „Heimspiel“ trägt. Heute morgen gingen dann ab halb acht die ersten Anrufe ein, Grund war diese Überschrift samt dazugehörigem Artikel aus der heutigen BZ, dessen Erscheinen mich selbst überrascht: „Stühlerücken in der Abteilung für Öffentlichkeit. Der langjährige Pressesprecher des SC Freiburg, Martin Braun, muss gehen — Rudi Raschke kommt aus München“.

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Kommentieren werde ich das nicht. Viel mehr freue ich mich über die vielen schönen München-Präsente vom Friedensengel-Shirt bis zur München7-DVD Box und die vielen Freunde und Kollegen, die mit ihren gefühlt 120 Kindern gestern zu Besuch waren und ein letztes „Tannenzäpfle“ (Tipp: gibt’s in München in der Getränkequelle, Thalkirchner Straße) mit uns tranken. Und eine Veröffentlichung heute hat mich dann auch irgendwie gefreut. Von Frank Rischmüller, dessen Online-Tagebuch ich letzte Saison an dieser Stelle immer mal ironisch bis spöttisch aufgegriffen habe, wenn es mir etwas zu berserkerhaft vorkam. Dass er trotz unterschiedlicher Auffassungen Humor beweist, spricht schwer für ihn (und unterscheidet ihn von einigen Breisgauern, die das Thema gerade mit heiligem Zorn diskutieren). „Brüder im Geiste“ seien wir dann doch, lest selbst.

Losgelöst von der Entscheidung gegen Braun als Pressesprecher muss man die Entscheidung für seinen Nachfolger betrachten. Grundsätzlich ist es zu begrüßen, dass sich der SC erstmals in seiner Geschichte einen Pressemann für die Pressearbeit leistet, einen Journalisten eben. Nach dem Finke-Freund Dietrich zur Nedden und dem Rettig-Freund Oliver Büser so wie dem Ex-Profi Martin Braun folgt in der Funktion des Pressesprechers, wenn die BZ richtig recherchiert hat, Rudi Raschke. Dass der langjährige SC-Fan zuletzt beim Playboy war, mag zu journalistischen Frotzeleien verführen. ich verzichte mal darauf und erzähle nur, dass ich Rudi vor über einem Jahrzehnt mal nach einem Spiel in Rostock im Auto mit nach Berlin genommen habe und weiß, dass sein Herz für den SC schlägt. Ich weiß auch, dass er mein Tagebuch liest (hallo Rudi!), gegen dessen Inhalte er in anderen Internet-Medien ganz gerne spöttelnd Kritik geübt hat. Das fand ich eher witzig – und spöttelnd Kritik üben, das liegt auch mir, insofern sind wir Brüder im Geiste, auch wenn wir – und das mag ein wichtiges Einstellungskriterium für die Personalie Raschke gewesen sein – die jüngere Geschichte des SC Freiburg unterschiedlich bewerten und einordnen.“

(Hallo Frank!)


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3 Gedanken zu “Das schreiben die anderen (1)

  1. Wieder mal knallhart recherchiert von der BZ 🙂
    Rudi, jetzt ganz offiziell Glückwunsch zum neuen Job!

  2. Es bleiben natürlich Fragen offen: Ob Rudi Raschke beispielsweise nachhaltig arbeiten kann, ob er ins Gehaltsgefüge des Vereins passt – überhaupt, Geld: Würde ich erfahren, dass für den Raschke-Wechsel eine Summe hingelegt wurde, für die man auch Diego bekommen hätte, müsste ich den Transfer kritisieren. Und was ist eigentlich mit dem Brecher im Sturm?

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