Unwiderstehliche PR (1)

Aus einer Mail, die ich diese Woche bekam:

Hallo Herr Raschke,
Wir sind die PR Agentur der Marke xxx Herrenrasierer.

Seit September gibt es den neuen xxx Rasierer xxx auf dem Markt und
wir haben die „Unwiderstehlich-Formel“ entwickelt, mit der wir behaupten,
dass gut rasierte Männer, unwiderstehlich sind.

Wir würden Sie sehr gerne treffen, um Ihnen zum einen nochmal kurz den neuen
Rasierer vorzustellen und um mit Ihnen über unsere Formel zu sprechen. Frau
Dr.W., die Attraktivitätsforscherin, die diese Formel entwickelt hat,
wird auch dabei sein. Innerhalb ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich mit
der Kulturgeschichte des Bartes, weshalb sie einige sehr interessante und
vor allem amüsante Informationen über den Bart bzw. das Rasieren zu erzählen
weiß.

(Bei derartigen Einladungen lädt sich die Agentur übrigens immer ganz unwiderstehlich direkt in Deine Redaktion ein. Schön daran ist nur, dass man es mit einer Bart-Dissertation wenigstens zu etwas PR-Honorar bringt. Das dürfte allen, die gerade übers Zähneputzen promovieren, Mut machen.)

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9 Gedanken zu “Unwiderstehliche PR (1)

  1. Eine Rasiererwerbung?!
    Und das ausgerechnet Ihnen, Herr Raschke. Da werden Sie sich doch ordentlich die Augen gerieben haben vor Verwunderung, oder?!
    Oder wie selbst Frau Hoppel sagt:“Der muß sich doch eh nur einmal im Jahr zu Weihnachten richtig rasieren!“
    Rasieren geht doch bei Ihnen in der Regel so – Fenster auf Durchzug und weg ist der Flaum!
    Insofern wäre so ein Rasierer wohl eher was für Hoppel, den Hasen, bevor noch jemand auf die Idee kommt ihm das Fell über die Ohren zu ziehen!

  2. Lieber Rudi,

    dazu empfehle ich dringend von Vilém Flusser: Die Geste des Rasierens. Eine phänomenologische Betrachtung des Rasierens inkl. onthologischer Bestimmung des Barthaares von und nach der Geste der Befreiung – wirklich gut!

    Ich hoffe, die gute Frau berücksichtigt diesen Text in ihrer Promotion. Zum Glück bin ich nicht in der PR-Branche gelandet….

    Der Heiko

  3. jaund?
    so schmarrn krieg ich stündlich.
    mensch rudi, gehen dir die anekdoten aus, dass du jetzt schon dein berufliches elend hier dokumentiertst

  4. Lieber Gfliggda Kiddel,

    wenn Du so ein Zeug stündlich kriegst, empfehle ich Dir dringend die Einstellungen an Deinem Rechner spambezüglich zu überarbeiten, oder brauchst Du das für Dein Ego, möglichst viele Mails am Tag zu erhalten!
    Nichts für ungut und nicht gleich versuchen das Fell über die Ohren zu ziehen (s.o.),

    mit haarigen Grüßen

    Hoppel, der Hase

  5. Lieber haariger Hoppelhase (iihh!),

    Leider sind die Rechner hier nicht in der LAge, echte Spam von falschem Spam zu unterscheidenerscheiden….manchmal findet sich unter den Kieseln ja auch ein Goldstück, aus dem man eine Geschichte machen kann.

    @Rudi: Nee, aber dein Untertitel lässt ähnliches vermuten. Man könnte es auch mit „Irrungen und Wirrungen eines Gelbfüßlers an der ISar“ beschreiben. Ich erinnere nur an deine Lobeshymne auf das Velofahren in München, das dann einen Tag drauf wieder relativiert wurde, indem du zornig darüber berichtet hast, dass es dich auf die NAse gehaut hat.
    Ich warte ja stündlich auf den Beitrag, in dem du erzählst: „Stellt Euch vor, Leute, heute hab ich ein Glas Milch umgestoßen!“ Sprach Freund Rudi, treu wie Gold und ….

  6. für einzelne leser, die die anspruchslatte gern hoch und den ironieanspruch gern tiefer gelegt hätten, habe ich jetzt ganz kundennah mal den untertitel geändert. sonst ändert sich nichts.

  7. Lieber Gfliggda Kiddel,

    muss man sich etwa Sorgen um Dich machen?
    Besteht Dein Leben gar nur aus vergeblichem stündlichem Warten?
    Dem stündlichem Warten auf Mails von Rasiererfirmen?
    Dem stündlichem Warten auf Herrn Raschkes Milchunfall?
    Was kommt wohl als Nächstes?
    Das stündliche Warten, dass aus Kieselsteinen Gold wird?
    Das stündliche Warten, dass Du endlich alt genug bist das zu dürfen, was Du bisher nicht darfst?
    Das stündliche Warten auf Godot?
    Das stündliche Warten auf 60 Minuten?
    Oder wartest Du nur darauf, dass Dir die Stunde schlägt?
    Ist Dein stündliches Warten etwa nur ein vergeblicher Versuch der eigenen Bedeutungslosigkeit zu entfliehen?
    Hat das Ganze gar einen dogmatischen, fundamentalistischen und vorallem spassneutralen Hintergrund?
    Aber vielleicht ist das alles einfach zu viel für ein kleines Hasenherz und Du bist ganz doll glücklich mit Deiner Sucht auf’s Warten!
    Da geht Hoppel, der Hase jetzt doch lieber schlafen, bevor er nicht mehr hüpfen kann!
    Häschen hüpf …

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