Filmtipp: Control

plakat-control.jpgGestern sah ich Anton Corbijns Film „Control“ (Start im Kino: 10. Januar) in einer Pressevorführung. Corbijn ist der Fotograf, von dem jeder diese extrem gesättigten Schwarzweiß-Cover von U2, Grönemeyer, Depeche Mode, aber auch des späten James Last kennt. Gegenstand von „Control“ ist das Leben und Sterben des Joy-Division-Sängers Ian Curtis (1957-1980). Was soll ich sagen: der Film ist so schlicht wie ergreifend, der Regisseur-Fotograf ist nicht der Versuchung erlegen, nur eine Einzelsammlung schöner Motive abzuliefern, sondern hat etwas extrem Anrührendes in schwarzweiß geschaffen. Tieftraurig und wunderschön, Curtis‘ berühmtestem Song „Love will tear us apart“ nicht unähnlich. Unbedingt anschauen, zumal er auch einen schönen Eindruck vom 70er Jahre-England und der Pop-Wiege Manchester bietet. Überragend besetzt übrigens mit Sam Riley, der dem Sänger nicht nur ähnlich schaut, sondern auch ständig an den ebenfalls selbstzerstörerischen Pete Doherty erinnert. In einer der weiblichen Hauptrollen gefällt Alexandra Maria Lara, auch die Bandkollegen kommen sehr nah an die Originale.

Aus diesen Kollegen wurde unmittelbar nach dem Freitod von Curtis ja bekanntlich New Order, für mich immer noch eine der wichtigsten Bands Englands. Und deren Fans treffen sich jetzt übrigens auf einer Homepage, die alle Besitzer des „Blue Monday“-Originals feiert. Und weil das Floppy-Disk-Cover von Peter Saville bis heute ein Gestaltungsmeilenstein ist, lassen sich dort Leute in der Landschaft damit abbilden: http://www.bluemondayownersclub.com/

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