Der Kopf Bayerns

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(Foto: Stevie Casino, www.polt.de)

Jubiläumsjournalismus ist etwas Grausames, vor allem im Feuilleton: „Dem Komponisten xy zum 95.“, „Der Schriftsteller yz hätte heute seinen 110.“, „Heute vor 200 Jahren starb der Philosoph…“ – Eine schöne Ausnahme dieser Tage: Gerhard Polt ist gestern 65 geworden und da kann man nie genug kriegen an Wiederholungen seiner Filme, aufwändigen TV-Portraits und schönen Interviews wie gestern in der Süddeutschen. Ein Auszug:

SZ: Was gibt’s denn bei Ihnen am Geburtstag zum Essen?
Polt: Spargel. Ich bin quasi in den Spargel und in die Waldmeisterbowle hineingeboren worden. Die Waldmeisterbowle gibt’s kaum noch, die ist quasi ausgestorben. Ich glaub‘, ich hab‘ schon 50 Jahre keine mehr getrunken. Das war eine eigene Art, zum Kopfweh zu gelangen.

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2 Gedanken zu “Der Kopf Bayerns

  1. mir hat der Vergleich mit der Schildkröte auch sehr gut gefallen.
    Polt: Wenn Du vor einer Schildkröte stehst, und es sagt dir einer, die ist jetzt 260 Jahre alt, dann hast du schon einen Respekt. Du kannst allerdings auch sagen: 260 Jahre lang bloß Salat fressen, das ist die andere Seite der Medaille.
    Großartig! Herzlichen Glückwunsch Gerhard!

  2. Ja, das war auch ein Hammer-Statement, das man genausogut hätte nehmen können, ist mir auch gleich aufgefallen. Nicht zu vergessen die Elends-Geschichte von der Tankstelle, die mit den Worten endet: „Da brauchst fei scho an Humor, das ma des ertragt“…

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