Irrsinn in Serie

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Eine TV-Sendung, die Paul Wellers epochalen Song „Walls come tumbling down“ als Auftaktmelodie bringt, kann nicht von schlechten Menschen sein. Und so zieht mit dem neuen Dr.Psycho/PRO7 dann auch große Unterhaltung in den Montagabend ein: Christian Ulmen in der Titelrolle, unter den Machern versammeln sich Ralf Husmann, Drehbuchautor von „Stromberg“, und Regisseur Ralf Huettner, dem wir „Um die 30“ und „Die Musterknaben“ verdanken. Wie bei letzteren gibt’s wieder rauhe Kölner Stadtrandbilder und Polizisten zwischen Alkoholsucht, aggressivem Zucken und Arschloch-Verhalten. Ulmen gibt in diesem wüsten Haufen den trottligen Psychodoc, einen, der gekleidet wie ein Frührentner, aber so erfahren wie ein Student daherkommt. Herrlich, auch weil er sich stellenweise wie in „Mein neuer Freund“ aufführt. Kurz: Meine neue Lieblingsserie. Und leider so einzigartig in der Schreckenslandschaft deutscher Serien, dass das weitere Schicksal wie schon beim „Neuem Freund“ besiegelt sein dürfte: Es müsste mit dem Quotenteufel zugehen, wenn diese Sendung nächsten Montag nicht den Sendeplatz wechselt: 23.55 Uhr scheint leider realistisch. Was sehr für Ulmen spricht.

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