Der Dutt

Aller Voraussicht nach heißt der neue Trainer des SC Freiburg heißt: Robin Dutt. Über den 42-Jährigen weiß man, dass er aus dem Regionalliga-Abstiegskandidaten Stuttgarter Kickers mit wenig Geld einen Aufstiegskandidaten gemacht hat. Er war Klassenbester des 50. DFB-Trainerjahrgangs (Klassensprecher: Andi Möller, mit dabei auch Heiko Herrlich und Damir Buric), er ist indisch-stämmig und der erste Trainer seit Wolfgang Wolf, der bei den Kickers 100 Spiele überlebt hat. Er war als Neururer-Nachfolger bei Hannover 96 im Rennen. Und es gibt ein Buch von Robin Dutt über die britischen Künstler-Legenden Gilbert & George, aber das dürfte wohl ein schöngeistiger Namensvetter geschrieben haben. Vor allem aber eröffnet er der Freiburger Lokalpresse ungeahnte Wortspielmöglichkeiten, wenn sie nach 16 Jahren Apathie wieder zu neuem Humor und Kritikfähigkeit findet. Ich stelle hiermit folgende Namens-Kalauer kostenlos zur Verfügung:

  • Die Märchen-Variante: „Robin Dutt rettet den Blackwood Forest“
  • Die Coiffeur-Idee: „Dutt schneidet alte Zöpfe ab“
  • Voll Grass: „Der Dutt“
  • Der badische Patient: „S’Dutt gar nimme weh“ (Dank an Micha F. für die Idee)
  • Schön auch, wie der Breisgau auf die Personalie reagiert: Für Sonntag ist eine Fan-Aktion geplant, die unter dem Motto „Wir sind Finke“ firmiert. Ob ausgerechnet ein Bild-Zeitungs-Slogan („Wir sind Papst“) geeignet ist, den Vorstand zur Umstimmung zu bewegen? Der Sportchef der örtlichen Zeitung macht sich dagegen Sorgen, ob es den jetzigen Trainer nicht zum sofortigen Hinwurf bewegt, wenn man seinen Nachfolger rechtzeitig bekannt gibt. Süß.

    Von Robin Dutt selbst gibt es übrigens ein recht schlaues Zitat, das universell für die Fußballwelt gilt: „Man muss nicht solange bei einem Verein bleiben, bis man rausgeworfen wird.“

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    6 Gedanken zu “Der Dutt

    1. he rudi, ist doch wieder typisch freiburg, oder?! jetzt, wo die entscheidung gefallen ist formiert sich die trainersolidarität. wo waren diese leute in der hinrunde, als die anderen „finke raus“ riefen? schönwetterrevolution auf die badische art, wenn sie damals in Leipzig – wo das copyright für den „wir sind…“-slogan liegt – gewartet hätten, bis die oben für sie entschieden hätten, würde erich h. heute noch in wandlitz sitzen… grüße nach münchen, pd

    2. sehr guter hinweis, pd, vor lauter „wir sind papst“ hab‘ ich leider vergessen, dass es auch mal eine schlauere „wir sind…“-bewegung gab. ja, und was Du sonst zum freiburg-wesen sagst, stimmt 100% – durfte es am sonntag im stadion miterleben.

    3. So Rudolf,

      Volki hat mir heute gesagt, dass da wo er herkommt Dutt auch ein Synonym für „das große Geschäft“ ist. In Verbindung mit dem neuen Hauptsponsor hat das dann doch durchaus was.

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