Mythen in Tüten

Manche Menschen sind so lang im Amt, dass sie ein Wahrnehmungsproblem kriegen – egal, ob sie Pfälzer Altkanzler, bayrischer Ministerpräsident oder südbadischer Fußballtrainer sind. Letzterer verglich sich am Wochenende gleich mal mit dem mythischen Sisyphos. Das Schöne daran: Der Interviewer kannte den antiken Steinewälzer nicht oder es war ihm wurscht. Grund genug für Neu-Sisyphos, noch einmal nachzulegen:

Finke:…für mich selbst eine Antwort darauf zu finden, was mich über die Jahre stets gereizt hat, den Stein SC Freiburg immer wieder neu aufzunehmen und nach oben zu schleppen, obwohl die Möglichkeiten so begrenzt sind.
BZ: Zu welchem Schluss sind Sie gekommen?
Finke: (…) Deswegen kann ich nur sagen, dass ich immer wieder Freude daran gefunden habe, diesen Stein zusammen mit dem Trainerteam und dem Vorstand den Berg nach oben zu wälzen.

Nicht überliefert ist die folgende Gesprächsfortsetzung:
Finke: Ich frage mich immer wieder, wie es mir gelang, das Meer zu teilen.
BZ: Aber mit dem Punktestand der Hinrunde können Sie nicht zufrieden sein.
Finke: Deswegen kann ich nur sagen, dass es nicht leicht ist, wenn man übers Wasser gegangen ist und dann gekreuzigt wird.
BZ: Welche Neuzugänge haben Sie auf dem Zettel?

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