Archiv der Kategorie 'Reisen'

Arheddis Varkenjaab and Aywellbe Fayed

Don’t try this at home! Ganz großer Humor unter britischen Mitbürgern: Sich am Airport-Schalter als Taxifahrer ausgeben und Namen von vermeintlich real existierenden Passagieren ausrufen lassen – was auf dem Zettel harmlos-fremdländisch ausschaut, ergibt ausgesprochen einen hübschen Gag für paar tausend Wartende. Aber lest und hört selbst:

(Der Dank fürs Auffinden dieses vom Hörensagen bekannten Gags gebührt Michael Goermann, München. Dieser Name ist echt und kann auch gefahrlos laut ausgesprochen werden)

Wieder aufgetaucht

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Drei Wochen Urlaub liegen hinter mir und natürlich gab es in Südtirol (zwei Wochen) und in Freiburg (eine Woche) wieder allerhand Aufreger, erfreuliche wie unerfreuliche. Hier sind die Highs and Lows der vergangenen Wochen. Weiterlesen ‘Wieder aufgetaucht’

Ich bin dann mal weg

Morgen geht es mit der Familie in den Sommerurlaub, der uns erst nach Südtirol und dann nach Südbaden führen wird. In den nächsten Wochen wird es daher auf diesem Blog nichts Neues geben. Den Hierbleibern empfehle ich einen molos-logo.jpgTipp in Südmünchen: Das “Molos” ist ein nicht mehr ganz neuer, aber angenehm kitschfreier Grieche, der über die Bifteki-Souflaki-Klassiker hinausgeht und einen sehenswerten Vorspeisen-Mehrteiler bietet: Es geht also auch ohne das komplette Ineinanderschmieren sämtlicher Cremes und Öle, vor allem kann man gefüllte Weinblätter auch so zubereiten, dass sie nicht wie aus den weißen Eingelegt-Schalen im Oliven-Großhandel schmecken. Ich bin begeistert. Und weg. Bis bald!

Molos, Maistraße 26, München, www.molos.de

Italienische Unfälle für Anfänger

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Als sich unser Mietwagen gestern in Forte dei Marmi in den Stillstand geschleudert hatte, fiel mir als erstes die Urszene von Unfällen in Italien ein, sie stammt aus den 80er Jahren: In der Werbung einer Versicherung rauscht ein deutscher Urlauber in einem mittelalterlichen Dörflein verpeilt in einen Tomatenstand. Die Stimmung heizt sich sofort auf, irgendwo zwischen kollektivem Mamma Mia und Herbeischaffen von Zementschuhen. Weiterlesen ‘Italienische Unfälle für Anfänger’

Die schönste Stadt der Welt

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Wenn es Los Angeles zu bereisen gilt, mag ich nicht absagen: Als überzeugter Pro-Amerikaner freue ich mich ohnehin wie Klinsmän, wenn ich in die USA fliegen darf. Und wenn es dann noch nach L.A. geht, ist das für mich schöner als ein Flug nach New York – L.A. ist wie Manhattan mit Barcelona drangehängt, wenn die schräge Gleichung gestattet ist.

Meine Leidenschaft für diese Stadt verdanke ich allen Widersprüchen, die sie auszeichnen: Strand und Smog, Landschaft und Häusermeer, Zukunftsmetropole und Traditionsort. Ich finde sie als Soziologe so spannend wie als Glamour- und Architekturfan. Nur leider bin ich inmitten dieser ständig in Umwälzung befindlichen Megacity so traditionalistisch wie ein Weißwurstfreund vorm 12-Uhr-Läuten: Ich halte mich an ein paar Ritualen fest, es sind Orte, die ich immer wieder aufsuche. Ein paar Highlights aus 48 Stunden L.A. am Wochenanfang (ein, zwei neue Adressen sind immerhin dazugekommen seit dem letzten Mal): Weiterlesen ‘Die schönste Stadt der Welt’

Energisch reisen

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“Kannst Du Dir vorstellen, dass der irgendein anderes Auto in seine Garage lässt als einen Hummer?” brüllt mir Kollege Martin Trockner ins Ohr, während James Hetfield von Metallica gerade “Nothing else matters” singt. Natürlich fährt der Rocker mit dem Zwergenbart keinen Smart, trotzdem darf er wie wir aufs globale Stromsparer-Treffen “Live Earth” im Wembley-Stadion zu London. Weil: da muss man helfen, keine Frage. Weiterlesen ‘Energisch reisen’

Glückliches Österreich

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Donnerstag und Freitag war ich im Burgenland unterwegs und ich mag nicht aufhören, die Region zu preisen: Eine landschaftlich begünstigte Gegend, deren Zentrum der Neusiedler See, ein bis Ungarn hinein ragender Steppensee, ist. Es gibt hier Kleinstgemeinden mit Sterneküche, die überraschende Herzlichkeit ausstrahlt; aber auch wahre Lokale, die Namen wie “Zur Dankbarkeit” tragen und ebensolche verdienen. Weiterlesen ‘Glückliches Österreich’

Luisenhöhe (und -tiefen)

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Nach Norden hin war Basel während der “Art” bis ins 37 Kilometer entfernte Badenweiler ausgebucht, also bin ich in der alten Heimat abgestiegen, auf den Höhen des Horbener Sattels im Süden Freiburgs. Was soll ich sagen? Es war wieder wie bei allen Hotelaufenthalten im Breisgau – obwohl Millionen Touristen jedes Jahr hinfahren, findet man hier nahezu kein Zimmer, das nach 1990 noch renoviert wurde. Manchmal hat man den Eindruck, in einem 90er-Jahre-Jugendbett zu schlafen (mit neckischer Holzraute überm Bettende), diesmal, in der “Luisenhöhe”, war es eher ein Stück falsch verstandene Schwarzwald-Gemütlichkeit unter der Brokat-Tagesdecke. Weiterlesen ‘Luisenhöhe (und -tiefen)’

Heilige Messe

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Bis gestern wurde in Basel die “Art” gegeben, als Messe so etwas wie “die Olympischen Spiele der Kunst” (New York Times). Ich habe mich am Mittwoch und Donnerstag vergangener Woche dort umgeschaut. Da ich es immer etwas verwegen finde, wenn das Feuilleton aus drei, vier Bildbetrachtungen DIE Trends der Kunstwelt zusammentackert, gebe ich nur ein paar Beobachtungen, Lerneffekte und Thesen wieder, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und letzte Wahrheiten: Weiterlesen ‘Heilige Messe’

Reiseprüfungen

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Wie gesagt: Der deutsche Reisejournalismus macht mich ratlos: Längst besuche ich Städte nicht mehr mit Guides in meiner Landessprache, sondern mit englischen, vor allem die Bücher des Stadtmagazins Time Out sind weltweit herausragend. Nur dank Time Out durfte ich Raymond Bilbool kennen lernen, der das wundervolle “Secret Garden” in Los Angeles führte, ein Bed&Breakfast nahe des Sunset Boulevards. Meines Wissens war das Haus nie in einem deutschen Guide verzeichnet.

Diese sind entweder voll von kunsthysterischen Korinthen (Dumont), schwer übertreffbarer Service-Biederkeit (Marcopolo) oder beinahe-hip. Im Max “City Guide” Amsterdam lese ich über das Hotel “The Dylan”: “Die 41 Zimmer sind vor allem eines: todschick. Auffallend ist die Liebe zum Detail bis hin zur hauseigenen Grapefruitseife.” Wer bucht ein Bett wegen der angeschlossenen Seifen-Werkstatt? Weiterlesen ‘Reiseprüfungen’

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