
Foto: Flickr user markhillary
Am Wochenende gab es eine Top Ten-Liste in der Times, die auch hier für Agenturmaterial sorgen dürfte und die auch mich nach langer Zeit hier mal wieder in die Tasten hauen lässt: Die britische Tageszeitung hat die zehn weltschönsten Stadien aller Zeiten gekürt und dabei folgende Rangliste festgelegt:
1. Dortmund, Westfalenstadion (Signal-Iduna-Park)
2. Mailand, San Siro
3. Liverpool, Anfield
4. Inonu, Istanbul
5. München, AllianzArena
6. Madrid, Bernabeu
7. Buenos Aires, La Bombonera
8. Bukarest, Stadionul Dinamo
9. Barcelona, Nou Camp
10. London, Craven Cottage (Fulham)
Wow. Wenn es nicht die Times wäre, würde das vermutlich für weniger Aufmerksamkeit sorgen. Ich will auch die zehn Standorte nicht groß kommentieren – das Faible für post-sozialistischen Verfall (Bukarest) gibt es in England auch gerade bei Blättern wie Wallpaper und Monocle, das Istanbuler Besiktas-Stadion habe ich einmal während eines Uefa-Cup-Matches vom Hotelzimmer im drüber gelegenen Ritz-Carlton erlebt und jetzt nicht soooo irre empfunden – aber die Liste hat auf jeden Fall Charme: Die Müncher Arena, für mich das definitiv schönste Stadion der Welt, weil an alles gedacht wurde, ist der einzige Neubau in dieser TopTen. Keine der Mehrzweckhallen, komische-Namen-Arenen oder sonstiger Wunderbauten, die nur einen Statiker/ Ingenieur und Bauträger, aber keinen echten Architekten gesehen haben, ist vertreten. Der Gewinner ist ein immer wieder veränderter Oldie und Klassiker, aber auch die Begründung für den einzigen echten Neubau der Liste ist überzeugend:
If you have to build a new stadium, this is the way to do it. (…) The iconic design — like a huge, discarded car tyre — has made it a tourist attraction, too. And it lights up at night. More entertaining than some of the teams who play in it.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer der Erklärung des Fotos oben: Das ist kein Fußballstadion, sondern der Lord’s Cricket Ground zu London. Auch hübsch.
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