Archiv für November 2008

Flirting with Disaster

Als ehemaliger Redakteur eines Magazins, wo man, ähem, immer mal wieder diese fabelhafte Software namens „Photoshop“, hüstel, anzuschaffen plante, bin ich ein wenig verspätet auf diese wunderbare Seite gestoßen: photoshopdisasters zeigt schonungslos die Pannen, die dieses alles-lässt-sich-bearbeiten-Programm hinterlässt: Anatomische Wunder, Blitzverjüngungen, sonstige Hexerei und vieles mehr. Ich weiß nicht, welches dieser Highlights das desaströseste darstellt:

Die Frau ohne Unterleib (aber mit Beinen)?

 boden

Der Gitarren-Paganini, wie er aktuell live aussieht (re.) und wie Software ihn eben neu erschuf (li.)?

yngwie

 

Die Dame mit der irren Oberschenkelmuskulatur?

ananes

 

Oder mein Top-Favorit, die Redaktionsleitung der englischsprachigen Marieclaire – wie Sie sich selbst sieht und wie es die unten unbearbeiteten Spiegelungen im Klinkerkästchen erahnen lassen. Wobei der Herr Creative Director danach vermutlich wirklich ein anderes Gesicht bekommen haben dürfte …

marieclaire

Für Freiburgversteher

 

kanonenherbst

Über Freiburg sind in überregionalen Zeitungen keine Handvoll Texte erschienen, die einem als Autochthonen nicht peinlich auffallen. Wolfgang Abels Einlassungen zum Brücken-Tango in der Stuttgarter Zeitung gehören natürlich dazu, vor allem aber Rainer Schmidts „Siffig, feucht, schön“ aus einem Uni-Spiegel von vor zehn Jahren. Die Zeile, dass er angesichts der Frisuren im Breisgau gern mit einem Rasierapparat Amok laufen möchte, kann ich auswendig.

Vergangene Woche ist ein neuer Text erschienen, der das Zeug für die Top 5 hat: Katrin Hummel hat ihn im FAZ-Reiseteil geschrieben und allein die Erklärung der Holbeinpferd-Bedeutung für das mentale Klima hier ist famos. Meine Lieblingsfigur dieser schönen Ich-Erzählung sitzt im Radio-Dreyeckand-Studio und ist ein Möbelpacker, der mit dem Fahrrad ausliefert. Außerdem: schöner Schmäh und Phänomenologisches aus Wiehre und Vauban. Aber lest selbst: