
Unsere Heimatstadt schickt sich tatsächlich an, europäische Kulturhauptstadt 2020 werden zu wollen. Kampagnenchef ist Szene-Faktotum Atai Keller, als OK-Chef künftig der Beckenbauer der Bächle. Letzterer wollte einst das Olympiastadion notfalls von Terroristen beseitigen lassen, um an einen Arena-Neubau und sein Event, die WM, zu kommen. Und das Oly ist nicht eben hässlich. Was das mit Freiburg als Kulturhauptstadt zu tun hat? Nun, auch Atai Keller könnte ein paar Abrissbirnen losschicken, um Vorzeigbares für sein Kultur-Highlight zu schaffen – gerade in jüngster Zeit mauert die Stadt ambitionsfreie Bauten von erlesener Hässlichkeit. Praktisch kein namhafter überregionaler Architekt hat zuletzt hier gebaut. Es klingt ungemütlich für die Schöngeister-Stadt, aber an zentralen Orten schaut Freiburg nicht wie der Nabel der Welt aus, sondern wie der Hintern. Ein paar Beweise will ich in dieser Serie sammeln, los geht’s mit einem besonders scheußlichen Verbrechen, dem sogenannten Komturm.

Kommentar & Analyse