Overheard in Freiburg (1)

Vergangenen Freitag wollte ein fortgeschrittener Zecher am Tresen der Jackson-Pollock-Bar mit mir in Kontakt treten:

“Ich glaube, ich kenne Dich irgendwoher…”
Auf meine Gegenfrage, was er so treibt, erklärt er mir, dass er die letzten 19 Jahre in Gelsenkirchen verbracht hat.
“Hm, da war ich in den letzten 19 Jahren eher selten. Woher kommst Du denn?”
“Aus dem Bauch meiner Mutter.”

Ein todsicherer Genickschuss für jeden Dialog der Kulturen. Habe mich dann sehr zügig wieder dem Getränkebestellen zugewandt. Eine halbe Stunde später sehe ich dann, dass der Bauchmensch aus dem Ruhrpott doch noch ein Opfer gefunden hat: Einen Zimmermann im Walz-Outfit. Ein ganz seltsames Deja-Vu - ich wusste nicht, dass die notorischen Zimmerleute an der Theke einer Rockdisco irgendwo die 90er Jahre überlebt hatten.

3 Antworten zu “Overheard in Freiburg (1)”


  1. 1 fieschl Februar 6, 2008 um 8:24

    wie oft muss das noch passieren, damit du reuig nach muc zurückkehrst?
    fragt: der vigl

  2. 2 rudiraschke Februar 7, 2008 um 9:59

    ich fürchte, das muss noch recht oft passieren. momentan verbuche ich solche erlebnisse noch unter ‘lokalkolorit’. grüßle von rudi

  3. 3 Jens Februar 9, 2008 um 2:01

    Der komprimierteste Endzeit-Dialog vom Tresen ist m.E. der hier:

    A: Kennsch du de Karle?

    B: I weis nit, wie sieht der aus?

    A: Wer?


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