Vergangene Woche bin ich mittags kurz beim Vincent Klink in Stuttgart eingekehrt, in einem von vielleicht zwei Sternerestaurants in Deutschland, bei dessen Ambiente man nicht wünscht, man wäre Stevie Wonder. Mittagsmenü ist in Lokalen wie der „Wielandshöhe“ immer noch die schönste Tageszeit, man blickt auf Stuttgart und genießt die Gerichte des Meisters, die inzwischen etwas konservatorisch anmuten, wie in einem Museum für aussterbende Speisen. Gut so. Ich esse den besten Kartoffelbrei meines Lebens – selbst der meiner Großmutter war nie besser, dazu Kalbsleber undundund.
Der Patron setzt sich zweimal zu mir zum Plaudern und reicht mir die neueste Ausgabe seines „Häuptling Eigener Herd„, bei dem er mittlerweile sogar das Layout selbst brutzelt. Ich lese darin die neueste Wortkreation, die Vinces Freund Wiglaf Droste in der Zürcher „Kronenhalle“ aufgesaugt hat, als ihm der Kellner einen ausgezeichneten „Frühstückswein“ empfahl. Und wechsle hiermit schwungvoll das Thema, weil ich mir gleich nach der Heimkehr Drostes Buch „Will den in China gar kein Sack Reis mehr umfallen?“ bestellt habe.



Kommentar & Analyse