Für mich der schönste Werbespot seit Langem, soviel sei verraten: es dreht sich um französisches Pay-TV:
Über Leben im Breisgau
Für mich der schönste Werbespot seit Langem, soviel sei verraten: es dreht sich um französisches Pay-TV:
Es war ein gewaltiges Deja-Vu, das wir am Samstagabend im Freiburger Konzerthaus verbraten bekamen – auf den Bühnen ein weiteres Mal Pepe Lienhard, dazu der Kerner vom SWR (Markus Brock) und gottseidank auch wieder Rainer Trüby, ohne den der örtliche Presseball ein etwas arg staatstragendes Unterfangen wäre (außerdem würde dann auf drei Tanzfluren gleichzeitig „I will survive“ oder „Sexbomb“ laufen). Dazu die immergleichen Empfangs-Clowns und das Smalltalk-Thema Russland-Spiel, in dem wie im Vorjahr René Adler den Sieg festgehalten hatte. Übrigens auch diesmal mit einem Tor Vorsprung. weiterlesen ‘Zu Gast beim Murmeltier-Ball’
Im „Zeitmagazin“, das nicht mehr „Leben“ heißt, findet sich wieder ein Text von einem der vielen Heimwehmünchner in Berlin und abgesehen davon, dass er einmal mehr den ewigen Städtevergleich sucht, den man sich irgendwann mal aus Altersgründen verboten hat und trotzdem immer wieder anstellt, muss man sagen: Jede Zeile dieses Textes ist wahr. Unbedingt lesen:
Beim Fall des Freiburger Bäckers Lienhart, der gestern einen frühmorgendlichen Ladendieb nieder gestreckt hat, fällt nicht nur die schlechte Vorrecherche des Diebs auf, der natürlich kaum ahnen konnte, dass er es bei den Betreibern mit ehemaligen Judokas zu tun bekommt. Erstaunlich ist auch, wie die mediale Verarbeitung der Geschichte anläuft: Schon kurz nach Zugriff gab es das Video auf Youtube. Wäre nicht verwunderlich, wenn bald die ersten T-Shirts beim zupackenden Bäckermeister erhältlich sind. Interessant auch, wie das die Kollegen vom Innungs-Stammtisch beim nächsten Treffen bezeichnen: „Sauber einen verbrezelt“? „Einmal drauf gesemmelt“? „Aus dem Typ Plunder gemacht“?
(schade, Video wurde inzwischen vom Nutzer entfernt, hier wäre das gewesen):
Heute habt Ihr mir wieder mal ordentlich zugesetzt auf dem Weg zur und von der Arbeit, diese beiden Zufallsfunde im Freiburger Straßenverkehr waren notierenswert:
- „carABInieri 2008“ (mit Handschellen als Nullen) und
- „Abigent 007„
Starker Tobak, ich fürchte, das wird fortgesetzt.
Foto: Flickr user markhillary
Am Wochenende gab es eine Top Ten-Liste in der Times, die auch hier für Agenturmaterial sorgen dürfte und die auch mich nach langer Zeit hier mal wieder in die Tasten hauen lässt: Die britische Tageszeitung hat die zehn weltschönsten Stadien aller Zeiten gekürt und dabei folgende Rangliste festgelegt:
1. Dortmund, Westfalenstadion (Signal-Iduna-Park)
2. Mailand, San Siro
3. Liverpool, Anfield
4. Inonu, Istanbul
5. München, AllianzArena
6. Madrid, Bernabeu
7. Buenos Aires, La Bombonera
8. Bukarest, Stadionul Dinamo
9. Barcelona, Nou Camp
10. London, Craven Cottage (Fulham)
Wow. Wenn es nicht die Times wäre, würde das vermutlich für weniger Aufmerksamkeit sorgen. Ich will auch die zehn Standorte nicht groß kommentieren – das Faible für post-sozialistischen Verfall (Bukarest) gibt es in England auch gerade bei Blättern wie Wallpaper und Monocle, das Istanbuler Besiktas-Stadion habe ich einmal während eines Uefa-Cup-Matches vom Hotelzimmer im drüber gelegenen Ritz-Carlton erlebt und jetzt nicht soooo irre empfunden – aber die Liste hat auf jeden Fall Charme: Die Müncher Arena, für mich das definitiv schönste Stadion der Welt, weil an alles gedacht wurde, ist der einzige Neubau in dieser TopTen. Keine der Mehrzweckhallen, komische-Namen-Arenen oder sonstiger Wunderbauten, die nur einen Statiker/ Ingenieur und Bauträger, aber keinen echten Architekten gesehen haben, ist vertreten. Der Gewinner ist ein immer wieder veränderter Oldie und Klassiker, aber auch die Begründung für den einzigen echten Neubau der Liste ist überzeugend:
If you have to build a new stadium, this is the way to do it. (…) The iconic design — like a huge, discarded car tyre — has made it a tourist attraction, too. And it lights up at night. More entertaining than some of the teams who play in it.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer der Erklärung des Fotos oben: Das ist kein Fußballstadion, sondern der Lord’s Cricket Ground zu London. Auch hübsch.
Aus gegebenem, traurigem Anlass (Bild re.: Bildschirmfoto von Stefan Niggemeier) findet im Netz gerade ein sehr ausgiebiger Streit über das Medium Twitter und über Grenzverletzungen von Journalisten statt, die mit den Mitteln des Bürgerjournalismus arbeiten. Twitter ist für den Absender eine Art „SMS an alle“, ein Microbloggen in 140 Zeichen. Wenn es von Leuten wie Hubertus Heil oder Thorsten Schäfer-Gümbel betrieben wird, wird das ganze Medium regelmäßig der Lächerlichkeit preisgegeben, ansonsten kommt es wohl in erster Linie bei Katastrophen zur Entfaltung: Die Attentate von Mumbai, die Notlandung auf dem Hudson und die Schreckenstat gestern sind solche Beispiele für Ereignisse, bei denen Twitter der schnellste Nachrichtenübermittler ist. Viel Qualität und Tiefe hat das nicht, richtig schlimm wird es, wenn Journalisten aus der Benutzung des Zwitscherkanals ein eigenes Ereignis machen, wo eigentlich etwas ungleich Wichtigeres Gegenstand der Berichterstattung sein sollte.
Aus der Rubrik „Badisch Schmeckt’s“ über das Freiburger Restaurant „Süden“ in der heutigen BZ:
Sehr schön ist auch der zweigeteilte Freisitz mit Tischen auf einer Veranda und auf dem Döblin-Platz. Allerdings hissten bei unserem Besuch Nachbarn gegen 18.30 Uhr ein weißes Laken mit der Aufschrift „Ruhe! Hier schlafen Kinder“.
…der Brite der geht so (Gut, es ist T-Mobile-Werbung, es stammt vom Steinreich-Werber Saatchi, es ist abgekupfert und das Medley holprig – aber es ist trotzdem genial, was sich paar hundert Engländer mit einer Handvoll dazwischen gemogelter Choreografen vergangenen Donnerstag in der Liverpool Station geliefert haben):
Kommentar & Analyse